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Burbach

Ziel der Klimaschutzbemühungen in der Gemeinde Burbach ist es, jeder Burbacher Bürgerin und jedem Burbacher Bürger die Chance geben, ihren Teil zum Erfolg in Hinblick auf das Ziel der CO2-Senkung beizutragen. Mit insgesamt sechs Maßnahmen will die Gemeinde Klimaschutz und Klimaanpassung voranbringen.

 

© Gemeinde Burbach/Gottfried Bäumer

 

Das Projekt setzt auf Synergieeffekte des Klimaschutzes. So wurde zum einen das Rathaus als repräsentativer Ort der gemeindlichen Aufgabe der Daseinsvorsorge gewählt und zum anderen ein Mischgebiet mit diverser Wohnbebauung und unterschiedlichen öffentlichen Gebäuden bzw. öffentlicher Infrastruktur (Arztpraxen, Seniorenheim, Kindergarten, Schule, Kirche, etc.). Die sechs Maßnahmen des Projektes sind in verschiedene Handlungsfelder des Klimaschutzes eingeteilt.

Maßnahme 1 „Energie und Gesellschaft“:
Maßnahme 1 umfasst die Planung und die Umsetzung einer Wärmeversorgung bestehend aus Heizzentrale, Erzeugungsanlagen und Wärmenetz für ein Quartier in Burbach. Um eine größtmögliche CO2-Einsparung zu erhalten, soll die Wärme für bis zu 190 Gebäude primär durch Holzhackschnitzel in Unterstützung einer Solarthermieanlage produziert werden. Durch den Einsatz der beschriebenen Erzeugungseinheiten wurde eine Einsparung in Höhe von rund 378 Tonnen CO2 prognostiziert.

Maßnahme 2 „Wissen und Tun“:
Die Gemeinde Burbach saniert ihr denkmalgeschütztes Rathaus energetisch. Für diese Maßnahme werden veraltete Fenster ausgetauscht und eine Dämmung der Obergeschoss- und Kellerdecke durchgeführt. Darüber hinaus wird die Heizanlage z.B. durch den Austausch der Temperaturregler und einen hydraulischen Abgleich optimiert. Neben diesen energetischen Maßnahmen wird der Hinterhof des Rathauses so gepflastert, dass kein Wasser in das Kellergeschoss eindringen kann. Dies dient dem Schutz vor Starkregenereignissen und ist als Maßnahme der Klimaanpassung zuzuordnen.

Maßnahme 3 „Infopoint“:
Auf dem Rathausvorplatz soll ein Informationspunkt über die Klimaschutz- und Anpassungsaufgaben und -ziele informieren. Ziel ist es, Bürger über die Klimaschutzmaßnahmen der Gemeinde sowie alle Maßnahmen und Aspekte der „Klimasymbiosen im Quartier Burbach-Mitte“ zu informieren und allgemein mit Tipps und Hinweisen rund um den Klimaschutz zu versorgen.

Maßnahme 4 „Hin und weg“:
Beim Rathaus sowie im Nahwärmeversorgungsgebiet Burbach-Mitte werden zwei Elektroautos mit je einer Ladestation stationiert – ersteres wird ausschließlich als Dienstwagen für die Angestellten des Rathauses verwendet. Letzteres wird den Bewohnern des Klimaquartiers und darüber hinaus weiteren interessierten Personen zur Verfügung gestellt und dient u.a. zur Verbesserung der Mobilität und zur Einführung und Sensibilisierung der Elektromobilität.

Maßnahme 5 „Bewusstsein und Sparen“:
Diese Maßnahme umfasst eine Hocheffizienzpumpen & Thermographie- und Energieberatungskampagne. Alle Burbacher, die nicht die Möglichkeit haben, sich an das Nahwärmenetz anzuschließen sollen über die Vorteile eines Heizungspumpenaustausch aufgeklärt werden. Im Zuge dieser Maßnahme werden außerdem fünf weitere ehrenamtliche Klimabotschafter ausgebildet, die niedrigschwellige Beratungen zum Thema „Energie sparen“ durchführen.

Maßnahme 6 „Gärtnern und Gemeinschaft“:
Zum Thema Klimaanpassung wird zunächst eine Informationsveranstaltung durchgeführt, die darüber aufklärt, wo besondere Gefahrenzonen liegen und wie die Menschen ihre Häuser gegen Hitze und Hochwasser schützen können. Außerdem wird ein Klimagarten angelegt, den die Bewohner Burbachs, die nicht über einen eigenen Garten verfügen, und Personen, die diese anleiten möchten, gemeinsam bewirtschaften können. So sollen Stauden, Gehölze und einjährige Pflanzen für die Deckung des Lebensmittelbedarfs angepflanzt werden. Dazu werden u.a. Hochbeete und ein Gewächshaus gebaut. Der Garten soll außerdem als Lehrgarten für die Gemeinschaftliche Sekundarschule Burbach-Neunkirchen dienen. Die im Klimagarten anfallende Rest-Biomasse wird nicht nur kompostiert, sondern auch ein einem Kon-Tiki-Kessel vollständig verkohlt, ohne dass organische Schadstoffe zurückbleiben. Zusammen mit Kompost kann so Terra Preta hergestellt werden, ein äußerst fruchtbares Bodensubstrat.

 

Projektdurchführungszeitraum: 22.07.2019 bis 31.10.2021
Zuwendungsfähige Gesamtausgaben: 2.430.495,79 EUR
Maximale Fördersumme: 1.832.510,83 EUR

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    Ansprechpartner

    Samuel Reuter
    Gemeinde Burbach
    Fachbereich Bauen, Wohnen, Umwelt
    Tel:  +49 2736 4535
    Fax: +49 2736 459935
    E-Mail: s.reuter@burbach-siegerland.de
    Internet: www.burbach-siegerland.de

    Anschrift:
    Gemeinde Burbach
    Eicher Weg 13
    57299 Burbach

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