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Brüggen

Im Jahr 2013 hat die Burggemeinde Brüggen ein Integriertes Klimaschutzkonzept aufgestellt. Aufgrund der guten Erfahrungen mit der Umstellung der Wärmeversorgung gemeindlicher Gebäude im Ortsteil Brüggen wurde u.a. das Ziel definiert, möglichst weitere Liegenschaften über ein Nahwärmenetz mit einer Holzhackschnitzelheizung zu versorgen.

© Gemeinde Brüggen

 

Im Fokus stand dabei das Schul- und Sportzentrum im Ortsteil Bracht, das ebenfalls über eine Grund- und Gesamtschule und umfangreiche Einrichtungen für den Schul- und Vereinssport verfügt. Eine Machbarkeitsstudie der Waldagentur Münster bestätigte, dass der nachwachsende Rohstoff Holz aus der Bewirtschaftung der gemeindlichen Waldflächen hierfür dauerhaft und in ausreichenden Mengen zur Verfügung steht.

Ausgehend davon wurde für das Schul- und Sportzentrum Bracht im Rahmen des Projektaufrufes „KommunalerKlimaschutz.NRW“ im Jahr 2017 ein Konzept entwickelt, das die Umstellung der Wärmeversorgung auf den natürlich nachwachsenden Rohstoff Holz sowie die Reduzierung des CO2-Ausstoßes beinhaltet.

Das Konzept basiert auf dem Ansatz, immer zuerst den Energiebedarf zu reduzieren und danach für die restliche benötigte Energiemenge das optimale Energiekonzept umzusetzen.

Das Projekt besteht aus den folgenden 6 Maßnahmenpaketen:

Wärme/Energie einsparen

  • Maßnahmenpaket A (Verbesserung des baulichen Wärmeschutzes)
  • Maßnahmenpaket B (Verbesserung der Heizungshydraulik und Regelung/ Optimierung der Warmwasserversorgung)
  • Maßnahmenpaket E (Stromeinsparung)

Klimaschonende Wärmeproduktion

  • Maßnahmenpaket C (Ausbau Nahwärmenetz)
  • Maßnahmenpaket D (Heizzentrale, Solarthermische Großanlage, Heizhaus, Hackschnitzelbunker, Zufahrt)

Klimaschonende Mobilität

  • Maßnahmenpaket F (Klimaschonender Verkehr)

Ziele
Durch die energetische Sanierung der Gebäude (Maßnahmepaket A), die Umrüstung der Beleuchtung (E) und den Ausbau der Gebäudeautomation (B) wird der Energieverbrauch der an das Nahwärmenetz (C) angeschlossenen Liegenschaften drastisch gesenkt. Durch die Wärmeerzeugung mit Holzhackschnitzeln (D) und eine Solarthermie-Anlage (D) kann der Wärmebedarf zudem klimaschonend und nahezu CO2-neutral gedeckt werden. Ziel des Projektbausteines Klimaschonender Verkehr (F) ist die Bereitstellung attraktiver Rahmenbedingungen für Fahrrad- und E-Bike-Fahrer, um die Akzeptanz der Nutzer (Lehrer- und Schülerschaft, Eltern, Sportanlagennutzer) für ein klimaschonendes Verkehrsmittel zu fördern.

Die 6 Maßnahmenpakete bauen aufeinander auf und erzielen durch ihre Kombination miteinander einen Rückgang der THG-Emissionen (CO2-Aquivalente) um ca. 233 Tonnen pro Jahr.

Motivation / Historie Klimaschutz allgemein
Die Burggemeinde setzt sich insbesondere für den Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Senkung des CO2-Ausstoßes ein. Bereits seit dem Jahr 2007 hat die Kommune sich hier mit Einzelprojekten stark gemacht z.B. die Entscheidung für 100 Prozent Ökostrom aus Erneuerbaren Energien. Wesentlich dazu beigetragen hat auch die zum Ende des Jahres 2011 erfolgte Inbetriebnahme eines eigenen Nahwärmenetzes mit Holzhackschnitzelheizung im Ortsteil Brüggen. Dadurch wird ein Schulzentrum mit Grund- und Gesamtschule, die Burggemeindehalle, das Rathaus, der Bauhof und das Feuerwehrgerätehaus mit CO2-neutraler Wärme versorgt. Die Gemeinde setzt dabei auf die örtlich verfügbare Ressource Holz. Die daraus erzeugten Holzhackschnitzel stammen vollständig aus dem gemeindlichen Forst und werden in einem eigenen Forstbetriebshof getrocknet und gelagert. Das Konzept hat sich bewährt. Das Klimaschutzkonzept für das Schul- und Sportzentrum in Bracht geht über diesen Ansatz deutlich hinaus, weil es die Umstellung der Wärmeversorgung gewerkübergreifend mit weiteren Maßnahmen zur CO2-Einsparung verbindet und diese koordiniert aufeinander abstimmt.

Motivation projektbezogen
Das Schul- und Sportzentrum Bracht steht stellvertretend für viele Schulzentren in der Bundesrepublik, insbesondere in Nordrhein-Westfalen. Durch die Bausteine „Wärme/Energie einsparen“, „klimaschonende Wärmeproduktion“ und „klimaschonende Mobilität“ schafft die Burggemeinde Brüggen, einen ganzheitlichen Ansatz zur THG-Minderung, der sich auf viele vergleichbare Schul- und Sportzentren übertragen lässt.

Die Burggemeinde Brüggen kann mit diesem Projekt ein Vorbild für die umliegenden Gemeinden in der Region Niederrhein, aber auch über dessen Grenzen hinaus, sein.

Highlight des Projektes
Errichtung einer Heizzentrale mit einer Holzhackschnitzelheizung unterstützt durch eine solarthermische Großanlage, ca. 200 m², als Kombination

 

Projektdurchführungszeitraum: 01.04.2020 bis 30.06.2022
Zuwendungsfähige Gesamtausgaben: 5.978.375,68 EUR
Maximale Fördersumme: 4.782.700,54 EUR

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    Ansprechpartner

    Beatrix Schuren
    Fördermittelmanagerin
    Telefon: 02163-5701-141
    E-Mail: beatrix.schuren@brueggen.de
    Web: www.brueggen.de

    Anschrift:
    Burggemeinde Brüggen
    Klosterstr.38
    41379 Brüggen

     

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