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Quartiere klimafreundlich gestalten: Ruhr-Konferenz Themenforum liefert Ideen für urbane Energielösungen

Minister Pinkwart: "Die Digitalisierung bietet viele Chancen für klimaschonende Energieversorgung von morgen." Wie lassen sich urbane Räume klimafreundlich gestalten? Welche Rolle spielt die Digitalisierung für eine klimaschonende Energieversorgung? Wie können innovative Energielösungen in lokalen Quartieren umgesetzt werden? Diese Fragen diskutierte Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart gemeinsam mit Dr. Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.ON, und Vertreterinnen und Vertretern von Energieversorgern, Stadtwerken, Städten und Gemeinden im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen.

Bei der Abschlussveranstaltung des Themenforums „Urbane Energielösungen für die Metropolregion“ der Ruhr-Konferenz mit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stellten sie ihre Projektideen für lokalen Klimaschutz und die Einsparung von CO2-Emissionen auf lokaler Ebene vor.

Minister Pinkwart: „Der Gebäudesektor ist ein entscheidender Faktor, um unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Damit wir Treibhausgasemissionen weiter senken können, müssen wir die erheblichen Potenziale in urbanen Räumen besser nutzen. Gerade die Digitalisierung bietet viele Chancen dezentral erzeugte Energie in Echtzeit zu nutzen und dadurch auch den Ausbau zusätzlicher Netze zu reduzieren. Mit den heute vorgestellten Vorhaben haben wir für das Ruhrgebiet viele Möglichkeiten identifiziert, wie wir klimaschonende Quartiere aufbauen und die Lebensqualität in unseren Städten nachhaltig verbessern können.“

E.ON-Chef Teyssen: „Ich freue mich, dass wir im Themenfeld der „Urbanen Energielösungen“, das uns sehr vertraut ist, die Ruhr-Konferenz unterstützen können. Wir bringen dabei unsere ganze Erfahrung aus unterschiedlichen Projekten in ganz Europa mit. Wir haben auf alten Industriestandorten oder Brachflächen spannende Wohnviertel, in denen man gut arbeiten und gut leben kann, entwickelt. Dabei integrieren wir Strom, Gas und Wärme sowie auch Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Freizeitgestaltung. Erfolgskritisch dabei ist, die richtigen Partner zur Verwirklichung der Vorhaben zu finden. Bei der Veranstaltung heute stand - neben den technologischen Lösungen - genau diese Vernetzung potenzieller Partner im Vordergrund. Damit kann die erfolgreiche Weiterentwicklung der Themen der Ruhr-Konferenz in den kommenden Jahren gelingen.“

So entsteht am ehemaligen Hauptsitz der RAG in Herne mit dem Projekt Shamrockpark eine CO2-neutrale Quartierslösung: Hier plant die Fakt AG gemeinsam mit den Stadtwerken und der E.ON SE ein intelligentes Energiekonzept, das Strom-, Wärme- und Kälteversorgung sowie E-mobilität verbindet und lokale Energiequellen nutzt. Dazu gehört die Geothermie ebenso wie die Niedertemperaturwärme aus dem benachbarten Chemiepark INEOS.

Ziel urbaner Energielösungen ist es, die CO2-Emissionen auf Quartiersebene drastisch zu senken und dazu neben dem Einsatz erneuerbarer Energien wie Photovoltaik, Geothermie oder Grubengas die Nutzung von Energie effizienter zu gestalten. Dabei soll in Zukunft die Sektorenkopplung, also die Verschränkung zwischen Strom, Wärme und Kälte, sowie Mobilität verstärkt genutzt werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn auf dem Dach eines Gebäudes mit einer Photovoltaikanlage erzeugter Strom zum Aufladen eines Elektro-Pkw genutzt wird. Durch digitale Steuerung können außerdem Energieverbraucher in Haushalten wie Waschmaschinen oder Geschirrspüler automatisch reguliert werden und sich zum Beispiel dann anschalten, wenn gerade preiswerter Strom aus erneuerbaren Energien produziert wird.
 
Hintergrund: Ruhr-Konferenz

Die Ruhr-Konferenz wurde von der Landesregierung initiiert. Ziel ist, das Ruhrgebiet zu einer erfolgreichen, wettbewerbsfähigen und lebenswerten Metropolregion im digitalen Zeitalter zu entwickeln. Als Prozess angelegt steht die Ruhr-Konferenz mit insgesamt 20 thematischen Spezialisierungen, den sogenannten Themenforen, für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren des Ruhrgebiets. Jedes Themenforum, das je von einem Moderator der Landesregierung und einem der Region geleitet wird, entwickelt Projektideen, die das Ruhrgebiet nach vorne bringen sollen. Der Phase des „Zuhörens“, in der die Ideen innerhalb der Themenforen gesammelt und konkretisiert werden, folgt ab Sommer 2019 die Phase der „Entscheidung“: Die Landesregierung wird in der zweiten Jahreshälfte die Vorschläge prüfen, eine Auswahl treffen und ein Gesamtpaket aus aufeinander abgestimmten Leit- und Einzelprojekten schnüren. Ausgewählte Projekte sollen ab 2020 in der Phase das „Handelns“ in die Umsetzung gehen. Das Wirtschaftsministerium ist mit insgesamt drei Themenforen am Prozess der Ruhr-Konferenz beteiligt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.wirtschaft.nrw/Ruhr-Konferenz.
 
Alle Informationen rund um die Ruhr-Konferenz finden Sie unter www.ruhr-konferenz.nrw.

 

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