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Potenzialstudie Windenergie NRW des LANUV bestätigt: Landesweite Ziele zum Ausbau der Windenergie bis 2030 sind erreichbar

Minister Pinkwart: Wir wollen das Windpotenzial des Landes akzeptanzgesichert nutzen.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) hat heute die Potenzialstudie Windenergie NRW veröffentlicht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass auch unter Berücksichtigung der in Nordrhein-Westfalen geltenden Abstandsregelung bis 2030 eine Gesamtleistung von bis zu 16,4 Gigawatt möglich ist.

Voraussetzung ist, dass dafür die erforderlichen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Auch die vermehrte Nutzung zusätzlicher Windenergiepotenziale auf sogenannten Kalamitätsflächen im Wald ist in die Berechnung mit eingeflossen. Mit der Fortschreibung der Energieversorgungsstrategie hat sich die Landesregierung Ende letzten Jahres das Ziel gesetzt, den Windenergie-Ausbau von rund sechs Gigawatt Ende 2020 auf zwölf Gigawatt in 2030 zu verdoppeln.

Das Wirtschafts- und Energieministerium hatte das LANUV damit beauftragt, die Vorgänger-Studie aus dem Jahr 2012 mit Blick auf die neuen Ausbauziele zu überarbeiten. Mit der Aktualisierung der Studie auf einer wissenschaftlichen Basis wird das Ziel verfolgt, das landesweite Gesamtpotenzial der Windenergienutzung in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2030 neutral und nachweisbar abschätzen zu können.

Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Um die ehrgeizigeren Klimaziele und mehr Energieunabhängigkeit zu erreichen, muss Deutschland den Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigen und dafür die Akzeptanz der Bevölkerung erhöhen. Wir gehören schon heute bundesweit zu den Vorreitern bei der Windenergie und haben uns wie der Bund eine Verdoppelung bis 2030 vorgenommen. Die Potenzialstudie Windenergie NRW des LANUV zeigt wissenschaftlich fundiert, dass diese Ausbauziele erreichbar sind.“

Die Landesregierung hat sich mit der Fortschreibung der Energieversorgungsstrategie Nordrhein-Westfalen Ende letzten Jahres ambitionierte Ziele für den akzeptanzgesicherten Ausbau der Erneuerbaren Energien vorgenommen und strebt eine Verdopplung der Windenergie auf zwölf Gigawatt bis 2030 an. Diese Zielerreichung der in der EVS festgelegten Ausbauziele von zwölf GW ist auch mit der NRW-spezifischen 1000-Meter-Abstandsregelung im Außenbereich möglich.

Neben den umfangreichen Maßnahmen des Landes ist der Bund gefordert, die notwendigen Rahmenbedingungen für einen beschleunigten Ausbau der Windenergie zu schaffen. Die Landesregierung wird daher die Initiativen des Bundes konstruktiv begleiten.

Der Abschlussbericht der Potenzialstudie Windenergie NRW ist hier abrufbar.

Zum Hintergrund:
Nordrhein-Westfalen liegt beim Ausbau der Windenergie im Ländervergleich seit Jahren in der Spitzengruppe. Seit 2018 belegt Nordrhein-Westfalen trotz hoher Siedlungsdichte und weniger guten Windverhältnissen als die Küstenländer durchgehend den dritten Platz beim Zubau von Windenergieanlagen. Gemessen an der Fläche und der Einwohnerdichte weist Nordrhein-Westfalen unter den Flächenländern bereits heute den höchsten Besatz an Windenergieanlagen auf. Auch bei den Genehmigungen von Windenergieanlagen lag Nordrhein-Westfalen im Jahr 2021 mit 729 MW im Länderranking auf Rang drei hinter Niedersachsen und Brandenburg.

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