Jetzt und hier: der Klimawandel
Trockenheiten und Überschwemmungen, das Abschmelzen der Polkappen und der Anstieg des Meeresspiegels: rund um den Globus hinterlässt der Klimawandel erste Spuren. Manche Auswirkungen können wir schon vor unserer Haustür erleben. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW hat die verfügbaren Temperatur- und Niederschlagsmessungen der letzten rund 100 Jahre für Nordrhein-Westfalen ausgewertet. Mit Ergebnissen, die klare Veränderungen zeigen:
- Die Jahreszeiten ändern sich: Der Beginn von Frühjahr, Sommer und Herbst verschiebt sich nach vorne, der Herbst wird um rund 17 Tage länger, der Winter verkürzt sich um 21 Tage.
- Mit den Jahreszeiten ändert sich auch die Vegetation der Pflanzen. Sträucher wie Hasel oder Schlehe blühen beispielsweise 15-20 Tage früher. Und wo Pflanzen früher blühen, haben auch Allergiker eher mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.
- Viele Zugvogelarten, die früher im Winter abwanderten, überwintern heute schon teilweise hier. Die Brutzeit vieler Vogelarten beginnt früher.
- Tier- und Pflanzenarten, die sonst eher im Süden Deutschlands zu finden waren, breiten sich zunehmend bis nach NRW aus. Dies führt zu Störungen in empfindlichen Ökosystemen und zu Verdrängungseffekten mit Konsequenzen für die Artenvielfalt.
- Der Niederschlag nimmt zu. Starkregen spülen die oberen Schichten ungeschützter Böden fort und landwirtschaftliche Flächen verlieren wichtige Nährstoffe.
Auch deshalb ist es jetzt höchste Zeit, gegenzusteuern.
Erfahren Sie hier mehr über den aktuellen Stand der Forschung – und was geschieht, wenn wir nichts tun.
400
Der Anteil von CO2 in der Atmosphäre hat erstmals die symbolische Grenze von 400 Teilen pro Million (ppm) überschritten. Gemessen wurden 400,03 ppm auf Hawaii.


